16.01.2008
aktiencheck.de
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Belastet von schwachen Vorgaben aus Übersee und Sorgen um die US-Wirtschaft hat der DAX seine Verluste zur Tagesmitte hin noch etwas ausgebaut und büßt inzwischen 1,24 Prozent auf 7.472,25 Indexpunkte ein. Der MDAX gibt 2,06 Prozent auf 8.479,35 Zähler ab. Im weiteren Handelsverlauf stehen in den USA zahlreiche Konjunkturdaten auf dem Programm. Unter anderem werden der Verbraucherpreisindex und Zahlen zur Industrieproduktion erwartet.
Belastet von den enttäuschenden Ergebnissen des US-amerikanischen Chip-Herstellers Intel sacken Anteilsscheine von Infineon um mehr als 3 Prozent ab. Die kräftigen Verluste in Höhe von über 6 Prozent bei adidas sind dagegen auf eine negative Analystenstudie zurückzuführen. In die Liste der schwächsten Werte reihen sich außerdem die Deutsche Börse mit-6,4 Prozent und TUI mit -4,5 Prozent ein. Die Aktie des Nutzfahrzeugherstellers MAN, der seine Jahresprognosen für das Fiskaljahr 2007 bestätigt hat, liegt 1,3 Prozent leichter im Markt.
Aus dem Finanzsektor werden ebenfalls deutlich rote Voreichen gemeldet. So knicken die Commerzbank um 3,8 Prozent, die Deutsche Postbank um 4 Prozent und die Deutsche Bank um 3,2 Prozent ein. Anteilsscheine der Münchener Rück, die ihre Ergebnisprognose im Rahmen einer Analystenkonferenz bestätigt hat, büßen 0,7 Prozent ein. Nach dem drastischen Kurseinbruch am Vortag gewinnen Titel der HRE an der Indexspitze 1,6 Prozent. Wie zuvor bekannt wurde, haben die Vorstände des Immobilienfinanzierers das niedrigere Kursniveau zu Aktienkäufen genutzt. Gesucht sind außerdem Volkswagen, SAP und Bayer.
Pfleiderer gewinnen im MDAX knapp 8 Prozent. Der Wert profitiert von einem Pressebericht, wonach das Management des Holzverarbeiters in Verhandlungen mit Großinvestoren über einen Einstieg steht. Titel des Einzelhandelskonzerns Douglas, der seine eigenen Prognosen für das Fiskaljahr 2006/07 erfüllt hat, rücken um knapp 6 Prozent vor. EADS entwickeln sich mit -0,2 Prozent ebenfalls besser als der Gesamtmarkt. Die Flugzeugtochter Airbus konnte die Zahl der ausgelieferten Flugzeuge im Jahr 2007 steigern, so das Unternehmen. Am Indexende stechen Gildemeister mit -13 Prozent ins Auge. Medienberichten zufolge hat die Bielefelder Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Konzernchef Rüdiger Kapitza aufgenommen.
Unternehmensmeldungen:
Der Nutzfahrzeughersteller MAN AG (ISIN DE0005937007 / WKN 593700) hat die Jahresprognosen für das Fiskaljahr 2007 bestätigt. Wie aus den Unterlagen einer Investoren-Präsentation hervorgeht, will der Konzern beim Auftragseingang im Fiskaljahr 2007 ein Plus von mehr als 10 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode erreichen. Der Konzernumsatz soll im Vorjahresvergleich ebenfalls deutlich verbessert werden. Die Umsatzrendite soll im Geschäftsjahr 2007 mit 10,7 Prozent auf dem Niveau der ersten neun Monate des Fiskaljahres liegen.
Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG (Münchener Rück) (ISIN DE0008430026 / WKN 843002) hat heute im Rahmen einer Analystenkonferenz die Ergebnisprognosen bestätigt. In den kommenden Jahren strebt der Rückversicherer beim Ergebnis je Aktie bis zum Jahr 2010 jährliche Zuwachsraten von mehr als 10 Prozent an. Unter anderem will die Münchener Rück bis zum Jahr 2010 zu den weltweit fünf größten Rückversicherern gehören.
Die Vorstände der Hypo Real Estate Holding AG (ISIN DE0008027707 / WKN 802770) haben den Kursrutsch der Aktie am Dienstag zu Aktienkäufen genutzt. Nach vorläufigen Geschäftszahlen und dem Eingeständnis doch von der US-Immobilienkrise betroffen zu sein hatte die Aktie mehr als ein Drittel an Wert verloren. Wie aus Pflichtmitteilungen
hervorgeht, haben unter anderem Vorstandschef Georg Funke 20.000 Aktien und Cyril Dunne, Chief Operating Officer, sogar 37.000 Aktien erworben.
Der Baumaterialhersteller HeidelbergCement AG (ISIN DE0006047004 / WKN 604700) meldete heute, dass sein Vorstand vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen hat, zur Stärkung der Eigenkapitalbasis eine Barkapitalerhöhung aus Genehmigtem Kapital durchzuführen. Durch die Kapitalerhöhung werden dem Unternehmen kurzfristig rund 500 Mio. Euro zufließen, die zur Reduzierung der Verbindlichkeiten eingesetzt werden, hieß es.
Das Management der Pfleiderer AG (ISIN DE0006764749 / WKN 676474) steht einem Pressebericht zufolge in Verhandlungen mit Großinvestoren über einen Einstieg. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" sondiert das Unternehmen seit Dezember 2007 den Markt der langfristig ausgerichteten Großinvestoren. Im Falle einer Einigung könnte es den Angaben zufolge zu einer Übernahme des Holzverarbeiters kommen, wobei Pfleiderer inklusive Übernahmeprämie deutlich über 1,5 Mrd. Euro kosten könnte, so die "FTD".
Die Sparte Airbus des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns European Aeronautic Defence and Space Co. EADS N.V. (ISIN NL0000235190 / WKN 938914) konnte die Zahl der ausgelieferten Flugzeuge im Jahr 2007 steigern. Wie der Konzern heute erklärte, wurden im Kalenderjahr insgesamt 453 Flugzeuge ausgeliefert, was einem Plus von 19 Maschinen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Wie Airbus weiter erklärte, verbuchte man im Gesamtjahr 2007 insgesamt 1.341 neue Festbestellungen im Wert von 157,1 Mrd. Dollar zu Katalogpreisen, wobei der Gesamtauftragseingang bei 1.458 Flugzeuge im Wert von 181,1 Mrd. Dollar lag. Für 2008 stehen den Angaben zufolge bei Airbus mehr als 470 Flugzeuge zur Auslieferung an.
Die Douglas Holding AG (ISIN DE0006099005 / WKN 609900) konnte die eigenen Prognosen für das Fiskaljahr 2006/07 erfüllen. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, verbesserte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 12 Prozent. Der Jahresüberschuss verbesserte sich um rund 16 Prozent. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern eine weitere Ergebnisverbesserung.
Die Klöckner & Co AG (ISIN DE000KC01000 / WKN KC0100) hat ihre Beteiligung an der schweizerischen Debrunner Koenig Holding AG um weitere 20 Prozent aufgestockt. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hält der im MDAX notierte Konzern damit 98 Prozent aller Aktien der Schweizer Landesgesellschaft Debrunner Koenig Holding. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. (16.01.2008/ac/n/m)
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