Dienstag, 10. Juni 2008

Börsensituation....

Unsicherheit nimmt zu
Wie dem auch sei, die angedrohte Zinserhöhung ist nicht das Einzige, was die Börse derzeit verunsichert. Der sprunghafte Anstieg des Ölpreises um 15 USD am vergangenen Freitag scheint auch nicht dazu angetan, die Märkte zu beruhigen. Zumal hiervon auch Auswirkungen auf den Gaspreis und andere chemische Vorprodukte zu erwarten sind, was die Konjunktur mittelfristig belasten dürfte. Immerhin federt der starke Euro einen Teil des Ölpreis-Schocks ab. Weil zudem der Finanzsektor nicht zur Ruhe kommt (Stichwort: Lehman Brothers) und das Thema Iran erneut an Bedeutung gewinnt, waren die Bullen in den letzten Tagen erkennbar auf dem Rückzug. Zu ihrer Verteidigung ließe sich anführen, dass die Börse mit Ausnahme der neuen Zinsaussagen Trichets auch schon über die letzten Monate mit ähnlichen Belastungsfaktoren zu Recht kommen musste und sich daher ein gewisser Gewöhnungseffekt feststellen lässt. Dass Öl immer teurer und der Dollar zugleich immer schwächer wird, ist wahrlich keine Neuigkeit und alle Prognosen, die Wirtschaft wäre mit Ölpreisen von 70, 80 oder 90 Dollar bereits überfordert, erwiesen sich bislang als falsch. Allerdings muss das zuletzt spekulationsgetriebene Momentum doch kritisch hinterfragt werden. In diesem Tempo können die Preissteigerungen nicht weitergehen, ohne dass die Konjunktur in Mitleidenschaft gezogen wird.

Quelle: Smartinvestor

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