Im DAX kam es am letzten Mittwoch kurzzeitig zu einem Unterschreiten der psychologisch wichtigen Marke von 6.000 Punkten. Mit dem Test dieser Marke setzte aber auch hierzulande eine dynamische Bewegung nach oben ein, der wir bislang aber noch misstrauen. Unser Argwohn gründet sich vor allem auf unserer Einschätzung des heimischen Finanzsektors. Wie im letzten Heft beschrieben - Titel: "Bombe im Banken-Sektor" - rechnen wir zumindest in Europa noch mit der einen oder anderen wirklich bösen Überraschung. Denn im Unterschied zu ihren amerikanischen Pendants operieren Europas Kreditinstitute - zumindest viele von ihnen - mit deutlich niedrigeren Eigenkapitalquoten. Für uns erinnern die letzten vier Handelstage daher eher an eine Bärenmarktrallye, bei der ein erneutes Abbröckeln der Kurse recht wahrscheinlich ist. Allerdings wollen auch wir uns kritisch hinterfragen. Der Umstand, dass nicht wenige Beobachter und Investoren der Kursbewegung misstrauen, spricht zumindest dafür, dass die Erholung doch stabiler ist, als viele es vermuten. Entscheidend wird sein, ob auf die bereits getätigten Short-Eindeckungen Anschlusskäufe von bislang noch unterinvestierten Anlegern erfolgen. Von denen dürfte es zwar nicht wenige geben, ob sie sich aber jetzt schon zu massiven Investments hinreißen lassen, wagen wir zu bezweifeln.
Quelle: www.Smartinvestor.de
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