Die Autobranche steht in dieser Woche wieder im Blickpunkt der Anleger und die Augen sind vor allem auf die USA gerichtet. Wird es GM schaffen, sich von der fast aussichtslosen Situation zu befreien, ohne zuviel Schaden anzurichten? Aktuell prüft man auch die Schließung dreier Opel-Werke in Europa. In Deutschland würde wahrscheinlich das Werk in Bochum geschlossen werden und beim Werk in Eisenach soll die Veräußerung geprüft werden. Auch bei der schwedischen Marke Saab prüft man einen Verkauf oder eine Schließung. Daran ist erkennbar, dass von einer Pleite GMs die ganze Welt betroffen wäre und darum glauben wir nicht, dass Barrack Obama einem Gläubigerschutz zustimmen wird. Es stehen einfach zu viele Arbeitsplätze und vor allem Wählerstimmen auf dem Spiel, sowohl in den USA als auch im Rest der Welt und das kann sich Obama für sein Image nicht leisten. Wir sind gespannt, wie es hier weitergeht, aber egal wie es ausgeht, auch wir in Deutschland werden für die Gier der Autobosse in den USA büßen müssen.
Beim deutschen Autobauer Daimler ist der operative Gewinn im vergangenen Jahr dramatisch eingebrochen: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) schrumpfte von 8,7 Milliarden Euro auf 2,7 Milliarden Euro. Der Ergebnisrückgang sei vor allem auf Belastungen von 3,2 Milliarden Euro aus der Beteiligung an Chrysler zurückzuführen. Wir finden die Zahlen auch nicht berauschend, aber wird sind froh, dass Daimler überhaupt Gewinne schreibt. Wie die USA oder Asien zeigen, könnte es auch anders aussehen und darum sind wir mit den Zahlen von Daimler zufrieden, obwohl andere Medien das nicht so sehen.
Nachdem Honda sich schon aus der Formel 1 verabschiedet hat, droht nun auch Renault das Aus. Der Hauptsponsor ING hat den auslaufenden Vertrag nicht verlängert. Pro Jahr hat die ING Renault mit 50,7 Millionen Euro unterstützt und da fragt man sich wirklich, ob dieser Sport in solchen Dimensionen noch Zukunft hat. Die Credit Suisse hat übrigens bei BMW den Sponsoren-Kontrakt ebenfalls nicht verlängert. Man darf gespannt sein, welche Autobauer die Krise überleben werden, denn mit einer Besserung der Absatzahlen ist auch in den nächsten Monaten nicht zu rechnen.
Liebe Grüße
Ihr Markus Frick

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